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Bernhard Huber

Zwischenexistenzen: Objekte aus Glas

01.10.2000 - 30.11.2000

Der Maler und Glasgestalter Bernhard Huber, geboren 1964 in Neresheim, studierte an der Kunstakademie in Stuttgart. Seit 1991 ist er als freier Künstler in Esslingen tätig, verfügt über ein großes Atelier, in dem er auch seine monumentalen Werke umsetzen kann. Bernhard Huber hat sich mit der Floatglasmalerei beschäftigt und zahlreiche großflächige Arbeiten im Architekturbereich mit Industrieglas angefertigt. Hubers Objekte sind auf der Spur von der Fläche zum Raum und thematisieren ein Dazwischen, eine Existenz zwischen den Bildern, die sowohl malerisch als auch skulpturale Qualitäten aufweisen. In den Werken geht es nicht um die Formbewegung allein, sondern um die Selbstverständigung unserer Sehzusammenhänge. Um die Störung unserer altbekannten Leserichtung. So können und sollen die Motive über die Bildränder fortgesetzt werden. Dabei wird der Betrachter und seine Welt direkt, ja körperlich in Hubers Arbeiten mit einbezogen. Denn je nach Blickwinkel, je nach Lichtverhältnissen spiegeln sich Raum und Betrachter, bilden ein Abbild im Bild. Es ist also eine Existenz dazwischen, die die Objekte da führen. Auch weil sie sowohl malerische und skulpturale Qualitäten aufweisen. Und dabei eine neue Art des räumlichen Denkens und des Umgangs mit der Fläche demonstrieren. Ein Umgang, der mit Fragmentierung zu tun hat, mit den Bits und Bytes der heutigen, schnelllebigen Welt. Einer Welt, in der traditionelle Weltbilder nicht mehr gefragt, schon gar nicht mehr gefestigt sind. Und so sind Hubers Raster und Linien auch Fragmente eines Netzwerks, kleine Informationskanäle, mit Computerplatten vergleichbar, die – im übertragenen Sinne - auf den sich ständig verändernden Ablauf der Denkprozesse hinweisen. So wie Huber ein Wanderer zwischen den Kunstwelten ist, einer, der nicht den Gattungen zugeordnet werden kann, so sind seine Werke letztendlich Grenzüberschreitungen, die das Irdisch-Materielle in die kreative Vorstellungskraft, in den Denkprozess umsetzen und ins Geistige, ins Unendliche transzendieren.

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