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Hans Hermann Schmidt
"Südliche Landschaften"
01.02.2000 - 31.03.2000
Der ursprünglich aus Nürnberg stammende Hans Hermann Schmidt ist im Taubertal kein Unbekannter. Als langjähriger Leiter der Standortverwaltung Tauberbischofsheim, als Mitglied im Ortschaftsrat Neunkirchen und nicht zuletzt, bereits seit seiner frühen Kindheit, als passionierter Maler. Nach seiner Pensionierung widmet sich Hans Hermann Schmidt mit Hingabe ausschließlich der Malerei, quasi als Profi, obwohl er sich sein Wissen autodidaktisch über viele Jahre angeeignet und in Kursen, z. B. an der Sommer-akademie in Neuburg an der Donau, intensiviert hat.
Seine bisher sechs Einzelausstellungen haben bereits große Beachtung gefunden. Einerseits durch die Tatsache, dass aufgrund zahlreicher Verkäufe viele "echte Schmidt" heimische Wohnzimmer schmücken, andererseits jedoch auch von offizieller Seite durch den dritten Preis der Freizeitkünstler-Ausstellung im letzten Jahr in Stuttgart mit seinem Werk "Sonntag in Marrakesch", das ebenfalls in der FabrikGalerie zu bewundern ist.
Vorbilder sieht der Künstler in den bedeutenden Malern Picasso und Matisse. Und so sind in seinen Werken auch Elemente der beiden wiederzuerkennen, bzw. pickt sich Schmidt das heraus, was seinen eigenen Stil bereichert. Von Matisse beispielsweise könnte die Inspiration für harmonische Farbkompositionen herrühren, während einige Bilder von Picassos kubistischer Periode inspiriert sein könnten. Festlegen lässt er sich jedenfalls nicht, und so kann durchaus von einem eigenen unverwechselbaren Stil gesprochen werden.
Dem Betrachter offenbaren sich die Exponate aus einer Mischung farbiger Lebensfreude und einer ordentlichen Portion Sehnsucht. Dennoch sind die Farben nicht schreiend oder aufdringlich bunt. Vielmehr sind sie sorgfältig aufeinander abgestimmt und beeinflussen ganz maßgeblich die einzelnen Stimmungen und Impressionen. Diese sind dann auch ganz international und entführen einen in südliche Landschaften, beispielsweise in die Toskana, nach Frankreich oder ins ferne Marrakesch.
So verkörpern die Motive einerseits die permanent spürbare Lebensfreude und Dankbarkeit Hans Hermann Schmidts, einerseits auch Wünsche, andere an der Schönheit exotisch sommerlicher Empfindungen teilhaben zu lassen. Der schwungvoll dynamische Pinselstrich verwandelt die Leinwand in eine dreidimensionale Dynamik, welche die sehr persönlichen Empfindungen Schmidts eindrucksvoll unterstreichen. Technisch wird diese Plastizität oftmals durch Relief-Strukturen und die Verwendung weißer Flächen mitgetragen. Spontaneität geht vor Perfektion, Emotion schlägt Ratio.
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