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Matani
"Konstruktivismus der eigenen Art"
01.10.2002 - 30.11.2002
Seit Mitte Oktober sind in der FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER die neuesten Werke des Künstlers und Verlegers Elmar Hauck für die Öffentlichkeit zugänglich. Elmar Hauck hat sich unter seinem Künstlernamen Matani einen beachtlichen Ruf erworben. Veröffentlichungen in Kalendern, Zeitschriften und anderen internationalen Publikationen belegen dies. Wer Elmar Hauck aus früheren Zeiten näher kennt, weiß dass er inspiriert von fernöstlicher Kultur ist. Denkt man an asiatische Kunst, fallen einem vor allem die vielfältig gestalteten Schriftzeichen ein. Die Kalligrafie genießt in ganz Asien hohes Ansehen. Schrift wird dort nicht nur als Mittel zum Zweck betrachtet. Das einzelne Schriftzeichen selbst, hat durch seine anspruchsvolle Ästhetik über die Wortbedeutung hinaus Ausdruckskraft. Die enge Verbindung zwischen Gehalt und Gestalt, wie sie beispielsweise in der chinesischen Kalligrafie zum Ausdruck kommt, hat viele Künstler inspiriert. Kalligrafie ist im eigentlichen Sinne ein abstraktes Bild, das auf den Betrachter wirkt. Matani versteht Zeichen als Signaturen. Die zeichenhaft-abstrakten Bildkompositionen von Matani atmen eine feierliche Stille – andererseits zeugen sie von dynamischer Bewegung. Spiel und Ernst, Chaos und Ordnung korrespondieren zwanglos – in aller Freiheit!
Schweres wird mühelos zur Schwebe gebracht. Formal sind die Bilder auf das Wesentliche reduziert. Doch diese Sparsamkeit der Mittel wird durch eine überaus subtile Bildgestaltung zu höchstmöglichem Effekt gesteigert. Diese ureigene Bildsprache Matanis ist unverwechselbar – und doch weist der Künstler noch auf ein anderes, wesentliches Element seiner Signaturen”: ...in einem Bild muss etwas sein, dass nicht hineingemalt wurde!” Sein Malstil ist in jedem Falle einzigartig im zeitgenössischen Kunstgeschehen. Nach Aussagen von Matani ist: “Kunst heute das einzig verbliebene Mittel, das in seiner Freiheit, in seiner Innigkeit und seinem visionären Charakter dem Menschen noch etwas zu geben vermag, wo inzwischen alle anderen Systeme versagt haben. Nämlich: Frieden als Seelennahrung und neue Impulse als Zukunftsgestaltung. ”Diese Philosophie überträgt Elmar Hauck als Geschäftsführer und Ideen-Finder überzeugend auf seine Aktivitäten im Aquarell-Verlag. Dort in Königshofen werden unter dem Pseudonym “Matani” Kalender zu Kultobjekten, zu sogenannten “Zeit-Zeichen” gestylt. Aus der LAUDA FabrikGalerie geht solch ein “Kunst-Zeit-Zeichen” in alle Welt – eben in Form eines wunderschönen Kalenders. So haben führende Unternehmen längst erkannt, dass die Kunst geradezu prädestiniert ist, positive Werbe-Signale auszusenden. Von Matani erscheinen jährlich etwa sieben verschiedene Kalender, die von ihm selbst gemalt, fotografiert und auch getextet werden. Wer als Kunstkenner tiefer in den “Konstruktivismus seiner eigenen Art” einsteigen möchte, der sollte bis Ende November während der Geschäftszeiten die FabrikGalerie LAUDA DR. R. WOBSER besuchen.
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